Wer Unterstützung braucht, möchte sich auf soziale Einrichtungen verlassen können. Doch was ist den Menschen dabei besonders wichtig? Eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag der Diakonie Deutschland zeigt: Die Befragten legen großen Wert auf Transparenz, eine klare Werteorientierung und Gemeinnützigkeit.
Ob Kinderbetreuung, Pflege oder Beratung in schwierigen Lebenssituationen: Soziale Angebote sind für viele Menschen ein wichtiger Bestandteil ihres Alltags. Wer diese Leistungen erbringt und welche Werte dahinterstehen, ist ihnen dabei nicht gleichgültig.
Gemeinsam Verantwortung übernehmen
Fast die Hälfte der Befragten (48 Prozent) wünscht sich bei sozialen Angeboten ein Zusammenspiel von Staat und freien gemeinnützigen Trägern. 36 Prozent sehen die Hauptverantwortung beim Staat, zwölf Prozent bevorzugen gemeinnützige Organisationen. Nur ein Prozent spricht sich dafür aus, soziale Leistungen vorrangig privaten Unternehmen zu überlassen.
„Die Menschen in Deutschland wünschen sich bei sozialen Aufgaben kein Entweder-oder zwischen Staat und freien, gemeinnützigen Trägern, sondern ein starkes Miteinander“, betont Diakonie-Präsident Rüdiger Schuch.
Besonders deutlich zeigt die Umfrage, worauf es den Menschen bei sozialen Einrichtungen ankommt:
- 71 Prozent wünschen sich transparente Informationen über die Arbeit der Träger.
- 68 Prozent legen Wert auf eine klare Werteorientierung.
- 55 Prozent ist es wichtig, dass soziale Angebote gemeinnützig sind.
Die Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung einer sozialen Arbeit, die sich am Wohl der Menschen orientiert und Verantwortung übernimmt.
Gemeinnützige Angebote sind unverzichtbar
Die Freie Wohlfahrtspflege begleitet Menschen in unterschiedlichsten Lebenssituationen – von der Kita über Beratungsangebote bis hin zur Pflege. Allein bei der Diakonie arbeiten und engagieren sich deutschlandweit rund 1,4 Millionen Menschen und unterstützen jährlich etwa zehn Millionen Menschen.
Gerade angesichts knapper öffentlicher Mittel und anstehender Reformen sieht Diakonie-Präsident Rüdiger Schuch die Politik in der Verantwortung. Staat und gemeinnützige Träger müssten auch künftig eng zusammenarbeiten, damit Menschen verlässlich und wohnortnah Unterstützung erhalten.
Die Umfrage macht deutlich: Gemeinnützigkeit, gelebte Werte und Vertrauen sind für die Menschen wichtige Grundlagen guter sozialer Arbeit. Ein starkes Signal für die Diakonie und die Freie Wohlfahrtspflege.
Zur Umfrage: Die repräsentative Befragung wurde vom 13. bis 17. Juli 2026 von forsa – Gesellschaft für Sozialforschung und statistische Analysen mbH im Auftrag der Diakonie Deutschland durchgeführt. Befragt wurden 2.000 Personen ab 18 Jahren.