50 Jahre Kita Oberlinhaus

Fröhliches Jubiläumsfest mit 250 Gästen

Die Integrative Kita Oberlinhaus in Kempten hat ihr 50-jähriges Bestehen gefeiert. Rund 250 Gäste kamen zu dem Jubiläumsfest im Freudental, darunter Kinder der Kindertagesstätte mit ihren Familien, aktuelle und ehemalige Mitarbeitende sowie Vertreterinnen und Vertreter der Stadt und der Diakonie Allgäu – jene ist Trägerin der Einrichtung. Es wurde ein buntes, lebendiges Fest, bei dem deutlich wurde, welche Bedeutung die Kita seit fünf Jahrzehnten für viele Familien in Kempten hat.

Für die kleinen Besucherinnen und Besucher war einiges geboten. Eine Hüpfburg, eine Kistenrollbahn und ein Tisch mit Fake-Tattoos sorgten für viel Abwechslung. Auch kulinarisch war das Fest breit aufgestellt. Neben Bratwurst, Pizza und Paella gab es ein reichhaltiges Buffet mit Speisen aus verschiedenen Kulturen, sowie Kaffee und Kuchen. Viele Eltern hatten dazu beigetragen und das Buffet vorbereitet.

Einrichtungsleiterin Birgit Döttling blickte in ihrer Begrüßung auf die Entwicklung der Kita und den Wandel der pädagogischen Arbeit zurück. Sie machte deutlich, wie sehr sich die Anforderungen an Kindertageseinrichtungen in den vergangenen Jahrzehnten verändert haben und wie offen das Oberlinhaus diesen Weg mitgegangen ist. Integration und Inklusion seien dabei feste Bestandteile der täglichen Arbeit und der Gemeinschaft im Haus.

Kemptens 3. Bürgermeisterin Erna-Kathrein Groll betonte in ihrem Grußwort die Bedeutung der Kinderbetreuung für die Stadt und ihre Zukunft. Gerhard Straub, Vorstandsmitglied der Diakonie Allgäu, unterstrich, wie wichtig gelebte Demokratie im Alltag ist, besonders dort, wo Entscheidungen getroffen werden, die das Leben der Kinder direkt betreffen. Waldemar Schuchart, Bereichsleiter Kindertagesstätten bei der Diakonie Allgäu, bedankte sich beim aktuellen Team und bei den ehemaligen Mitarbeitenden für ihr Engagement. Als Zeichen der Wertschätzung überreichte er ihnen jeweils eine Rose. Auch Elternbeiratsvorsitzender Fabian Jantzen sprach seinen Dank aus. Er würdigte die verlässliche Betreuung der Kinder und hob besonders hervor, wie Integration und Inklusion im Oberlinhaus nicht nur als Anspruch formuliert, sondern im Alltag gelebt werden. Pfarrer Hartmut Lauterbach sorgte mit der Handpuppe Joshi für große Aufmerksamkeit bei den Kindern. Gemeinsam wurde gelacht, zugehört und mitgemacht. Den Schlusspunkt des fröhlichen Festes setzten die Kinder mit einem gemeinsamen Lied.

Gegründet wurde die Kita Oberlinhaus am 19. März 1976. Sie entstand aus der Zusammenführung des Kindergartens am Freudenberg und des Kindergartens Burghaldekrippe mit Kinderhort. 2012 wurde das Gebäude vollständig abgerissen, ein Jahr später konnte der Neubau bezogen werden – mit drei Krippengruppen im Untergeschoss und drei Kindergartengruppen im Obergeschoss. Einen Hort gibt es seitdem nicht mehr im Haus. Namensgeber der Einrichtung war der elsässische Pfarrer Johann Oberlin, der als Begründer der organisierten Kinderfürsorge in Europa gilt.