Ausverkauftes Haus, tosender Applaus. Im Mai hieß es in Woringen: Bühne frei für Fritzi, den kleinen Frosch vom Seerosenteich. Insgesamt 83 Kinder der Kita Guter Hirte verwandelten sich an zwei Nachmittagen in Marienkäfer, Robben, Tausendfüßler und Hennen. Die Turnhalle in Woringen wurde zu einer bunten, singenden Zirkuswelt.
Denn den Tieren im Musical „Fritzi und der Zirkus“ ist schrecklich langweilig. Sie wollen aber kein Trübsal blasen und so wird der Teich kurzerhand zur Manege umfunktioniert. Zirkusnummern werden geprobt, die anfängliche Aufregung überwunden.
Was die Aufführungen in Woringen besonders machte: Die 83 Kita-Kinder standen während der gesamten Vorstellung gemeinsam auf der Bühne. Jede Gruppe hat ihr eigenes Lied einstudiert und präsentierte es voller Stolz. Dazu kamen vier Lieder, die von allen Kindern gesungen wurden. Für die kleinen Darstellerinnen und Darsteller waren die Kostüme, die Musik und der große Auftritt ein echtes Highlight.
Geschrieben hat das Musical die Komponistin und Regisseurin Sandra Ade, die das Projekt auch fachlich begleitete. Insgesamt neun Wochen lang hat sich die Einrichtung mit dem Projekt beschäftigt. Nach einer Teamfortbildung mit Sandra Ade folgten mehrere Proben, bei denen alle Kita-Gruppen zusammenkamen.
„Die Koordination war sehr herausfordernd, aber auch schön. Von Probe zu Probe den Fortschritt zu sehen, war etwas ganz Besonderes“, berichten die Kita-Leiterinnen Nadja Lichtensteiger und Natascha Reich. Das Musical habe nicht nur musik- und theaterpädagogische Aspekte gefördert, sondern vor allem das Gemeinschaftsgefühl innerhalb der gesamten Einrichtung gestärkt.
Rund 250 Gäste haben jeweils die beiden Vorstellungen besucht. Unter den Gästen waren auch Pfarrer Jan Raithel sowie die Bürgermeister Jochen Lutz, Karl Depperich und Bernd Hübschke.
Möglich wurde das Projekt durch die Unterstützung vieler engagierter Menschen vor Ort. Der Theaterverein Woringen sowie der Elternbeirat haben die Finanzierung des Musicals übernommen. Der Elternbeirat übernahm außerdem die Verpflegung während der Aufführungen.
Sämtliche Getränke hat der Getränkemarkt Rehm gespendet, und der Bauhof Woringen kümmerte sich um den Auf- und Abbau der Bühne.
„Es war einfach eine einmalige Erfahrung für Kinder und Team“, resümieren Nadja Lichtensteiger und Natascha Reich. Mit Projekten wie diesem wird erlebbar, wofür die Diakonie Allgäu steht: Menschen stärken, Gemeinschaft fördern und Kindern Räume eröffnen, in denen sie lernen und wachsen – manchmal auch über sich hinaus.