Erster Vernetzungstag „DiaKitaConnect“ stärkt Austausch im Kita-Bereich der Diakonie Allgäu

Rund 200 pädagogische Fachkräfte aus zwölf Kindertagesstätten kamen in Kempten zusammen

Allgäu – Die Diakonie Allgäu hat erstmals alle Fachkräfte ihres Bereichs Kinderbetreuung zu einem gemeinsamen Vernetzungstag eingeladen. Unter dem Titel „DiaKitaConnect“ kamen rund 200 Mitarbeitende aus den zwölf Kindertagesstätten der Diakonie Allgäu sowie aus der Heilpädagogische Ambulanz, in Kempten zusammen. Ziel des Tages war es, die Kolleginnen und Kollegen aus den verschiedenen Einrichtungen und Diensten persönlich miteinander in Kontakt zu bringen, fachlichen Austausch zu ermöglichen und die Mitarbeitenden für ihren anspruchsvollen Kita-Alltag zu stärken.

Die Kindertagesstätten und beteiligten Dienste der Diakonie Allgäu sind über das ganze Allgäu verteilt – vom Raum Lindau über Kempten bis ins Unterallgäu. „Da die Einrichtungen im Allgäu verstreut sind, ist die Vernetzung im Alltag leider oft nicht so gut möglich“, sagte Vorstandsvorsitzender Roland Hüber bei der Begrüßung. „DiaKitaConnect“ sei deshalb ein wichtiges neues Format. „Die Herausforderungen werden nicht weniger. Umso wichtiger ist es, uns persönlich und fachlich zu stärken.“ Zugleich bringe der Tag zum Ausdruck, welch hohen Stellenwert Qualität in den Kindertagesstätten der Diakonie Allgäu habe.

Sarah El-Halawani, die den Bereich Kinderbetreuung gemeinsam mit ihrem Kollegen Waldemar Schuchart leitet, brachte in ihren einleitenden Worten auf den Punkt, worum es an diesem Tag auch gehen sollte: „Wir möchten den Funken in jeder und jedem von Ihnen wieder leuchten lassen, der Sie dazu bewogen hat, diesen Beruf zu wählen, und uns in Erinnerung rufen, warum wir diesen Job so gern machen. Das geht im Alltag manchmal verloren.“

Im Rahmen der Veranstaltung fanden in der Kindertagesstätte „Im Wiesengrund“ in Sankt Mang und in der „Kita Kieselstein“ auf der Ludwigshöhe Workshops statt. Behandelt wurden unter anderem der konstruktive Umgang mit Konflikten, Beziehungsarbeit, Prävention von Verhaltensauffälligkeiten, Eingewöhnung, Vorschularbeit, Elternarbeit, Professionalität und Präsenz, der Umgang mit Verdacht auf Kindeswohlgefährdung sowie Entspannungstechniken und Kneipp-Anwendungen im Kindergarten. Eine Besonderheit war, dass die Workshops nicht von externen Referentinnen und Referenten gestaltet wurden, sondern von den Einrichtungs- und Bereichsleitungen selbst. „Die Themen spiegelten damit die Schwerpunkte, Erfahrungen und fachlichen Profile der einzelnen Einrichtungen direkt wider. Dieses Wissen wurde für alle nutzbar gemacht“, erklärt Waldemar Schuchart und betont: „Wir wissen es sehr zu schätzen, dass alle Einrichtungsleitungen bereit waren, sich so engagiert einzubringen.“

Neben den fachlichen Impulsen stand vor allem die Vernetzung im Mittelpunkt. Die Teilnehmenden waren gebeten worden, sich möglichst unabhängig von ihren eigenen Teams für Workshops anzumelden, damit eine gute Durchmischung zwischen den Einrichtungen entstehen konnte.

Am Ende des Tages wurde die Veranstaltung gemeinsam reflektiert. „Die Bewertung fiel sehr positiv aus“, freut sich Waldemar Schuchart. Der Tag sei sehr inspirierend gewesen und habe einen deutlichen Akzent im Kita-Bereich gesetzt. Auch er selbst zieht ein positives Fazit: „Die Workshops waren in ihrer Vielfalt sehr bereichernd und die Stimmung war durchgehend sehr gut. Besonders gefreut hat mich, dass in den Kaffeepausen und in der gemeinsamen Mittagspause ein reger Austausch stattgefunden hat.“

Weitere Formate sind bereits geplant: „DiaKitaConnect“ soll künftig alle zwei Jahre stattfinden. Für das kommende Jahr ist ein Hospitationstag vorgesehen, bei dem Mitarbeitende Einblicke in andere Kindertagesstätten der Diakonie Allgäu erhalten sollen.