Beim zweiten Interkulturellen Sommerpicknick kamen am vergangenen Freitag (24.7.2026) rund 200 Menschen am Illerdamm beim Illerstadion zusammen. Eingeladen hatten der Bereich Asyl und Migration der Diakonie Allgäu und der Sozialdienst Muslimischer Frauen Kempten e. V. (SmF). Familien mit kleinen Kindern, Jugendliche sowie Haupt- und Ehrenamtliche aus vielen verschiedenen Ländern verbrachten gemeinsam einen entspannten Nachmittag.
Auf Picknickdecken und im Schatten der Bäume wurde geredet, gelacht und gegessen. Viele Gäste hatten Speisen für das interkulturelle Buffet mitgebracht und teilten sie miteinander. Für alle gab es außerdem kostenlosen Kebab in der Semmel, türkischen Tee, Kaffee und weitere Getränke.
Lena Knitz vom Team Asyl und Migration der Diakonie Allgäu e.V. und die SmF-Vorsitzende Ayla Inan führten durch das Programm. Für die Stadt Kempten sprach Stadträtin und Integrationsbeauftragte Ilknur Altan ein Grußwort. „Vielfalt ist eine große Stärke unserer Stadt“, sagte sie. Unterschiedliche Kulturen, Lebensgeschichten, Erfahrungen und Talente seien eine Bereicherung für die Gesellschaft. Altan dankte den Ehrenamtlichen für ihren Einsatz und den Mitarbeitenden von SmF und Diakonie für ihre „wichtige gemeinsame Arbeit“.
Ein weiterer Programmpunkt war die Zertifikatsverleihung an die anwesenden Absolventinnen und Absolventen des diesjährigen Kulturdolmetscherkurses. Justyna Ndulue, Leiterin der Sprachbrücke der Diakonie Allgäu, stellte das Angebot vor. Seit dem Start vor sechs Jahren wurden rund 100 Menschen geschult. Gemeinsam sprechen sie etwa 30 Sprachen. Wer die eigene Sprache und Kultur einbringen möchte, kann sich für den nächsten Kurs im Jahr 2027 melden. Jana Autor vom SmF stellte gemeinsam mit ihren Kolleginnen Bengü Kılıç und Dilek Koyuncuoğlu das neue Projekt „Jugendarena“ vor. Ziel des Projekts ist es, mit jungen Menschen wieder verstärkt in Begegnung und Austausch zu kommen – über Diskriminierungserfahrungen, globale Konflikte sowie ihre Lebenswelt und ihren Alltag. Im Mittelpunkt steht dabei auch die Frage, wie Resilienz gestärkt und Empowerment gefördert werden kann, um aus Gefühlen der Ohnmacht wieder in die eigene Handlungsfähigkeit zu finden. Für Musik sorgten Alejandro Schwarzler, Sänger und Gitarrist der argentinischen Band Ombu, mit einem Soloauftritt sowie das ukrainische Ensemble Kalyna. Der ukrainische Verein Kempten gestaltete für die Kinder ein Programm mit Bastelangeboten, Spielen und Kinderschminken.