In der Kita Mikado der Diakonie Allgäu wird Entwicklung nicht nur geplant, sondern Tag für Tag gelebt. Aktuell arbeitet das Team gemeinsam mit einer intensiv daran, in den kommenden 18 Monaten ein gemeinsames, am Kind orientiertes Öffnungskonzept weiterzuentwickeln. Dahinter steht ein klarer Anspruch: Kinder sollen in ihrer Persönlichkeit gestärkt, in ihren Bedürfnissen ernst genommen und in ihrem Alltag noch stärker beteiligt werden.
Schon jetzt ist spürbar, dass sich in der Kita vieles bewegt. Dabei geht es nicht nur um pädagogische Leitlinien auf dem Papier, sondern um konkrete Veränderungen, die Kinder, Familien und Mitarbeitende im Alltag erleben können.
Ein weiteres, sichtbares Beispiel dafür ist der interkulturelle Kalender im Eingangsbereich. Dort können Familien Begrüßungen oder kleine Botschaften in ihrer jeweiligen Muttersprache hinterlassen. So entsteht schon beim Ankommen ein Ort der Begegnung und Vielfalt, der aktiv alle willkommen heißt.
Auch das Thema Werte und Diversität wird in der Kita bewusst aufgegriffen. Dazu wurde eine eigene Umfrage entwickelt, die den Austausch über Vielfalt, gemeinsame Haltungen und das Miteinander fördert. Aus den Rückmeldungen ist ein gemeinsames Komitee entstanden, das Impulse aufgreift und weiterträgt. Damit zeigt sich: Die Weiterentwicklung der Kita soll nicht über die Köpfe der Menschen hinweg geschehen, sondern gemeinsam mit ihnen.
Besonders wichtig ist dem Team die Demokratie als elementares Bildungselement. Sie sollen mitentscheiden dürfen – altersgerecht, ernsthaft und mit echten Auswirkungen. Ein schönes Beispiel dafür ist das Kinderparlament. Dort werden Themen aus dem Kita-Alltag besprochen und Entscheidungen gemeinsam getroffen. So durften die Kinder etwa mitbestimmen, was es an Fasching zu essen gibt – mit einem eindeutigen Ergebnis: Schokocroissants statt Krapfen. Was auf den ersten Blick klein wirkt, ist in Wahrheit ein starkes Signal: Kinder erleben, dass ihre Stimme zählt.
Auch im Tagesablauf werden neue, kindgerechte Wege gesucht. Vor der Küche können Kinder über Knöpfe den jeweiligen Wochentag auswählen und hören dann, was es an diesem Tag zu essen gibt. Solche Ideen fördern Selbstständigkeit, Orientierung und Beteiligung auf spielerische Weise.
Darüber hinaus setzt sich das Team mit zentralen pädagogischen Themen auseinander, die für eine moderne Kita-Arbeit entscheidend sind. Dazu gehören etwa Kinderschutz, die gemeinsame Haltung im Team, Partizipation, die Begleitung in der Turnhalle, ein bewusst gestaltetes Mittagessen sowie mehr ruhige Lern- und Rückzugsbereiche im Haus. Ziel ist es, die Kita Mikado Schritt für Schritt zu einem Ort weiterzuentwickeln, an dem Kinder in ihrer Individualität gesehen und in ihrer Entwicklung bestmöglich begleitet werden.
Wie eng pädagogische Entwicklung und gelebte Gemeinschaft zusammenhängen, soll auch im kommenden Jahr sichtbar werden: Vom 12. bis 14. Juni 2026 beteiligt sich die Kita Mikado an einer 72-Stunden-Aktion. Gemeinsam mit Eltern und Unterstützenden sollen Räume und Außenbereiche verschönert und renoviert werden. Geplant sind unter anderem Malerarbeiten, das Bepflanzen von Beeten, Aufräumaktionen sowie die Verschönerung des Essensraums.
Die Aktion soll nicht nur die Räume aufwerten, sondern auch das unterstreichen, wofür die Kita Mikado steht: eine lebendige Gemeinschaft, in der Kinder, Familien und Mitarbeitende miteinander gestalten. So wird in der Kita Mikado schon heute an der Zukunft gearbeitet.